Die Leben des Han Coray

Han Coray hatte viele Berufe und eine Berufung: Als Galerist und Kunstsammler wollte der Rastlose das Unmögliche möglich machen. Eine reich illustrierte Biografie und ein Stück Schweizer Kulturgeschichte.

 

 

Titelinformation

Rudolf Koella

1. Auflage

, 2002

Gebunden

256 Seiten, 70 sw Abbildungen

15 x 24 cm

ISBN 978-3-85881-137-0

Inhalt

Han Coray (1880–1974) versuchte sich als Reformpädagoge, Publizist, Mäzen, Buchhändler und sogar als Hotelier und eröffnete im Ersten Weltkrieg in Zürich eine Galerie, in der er moderne französische Maler, die Dadaisten und die Avantgarde seiner Zeit ausstellte – Max Ernst, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky oder Paul Klee. Dank Heirat zu Geld gekommen, begann er 1919 eine Sammlung von Altmeistern sowie mittelalterlichen Holzplastiken aufzubauen. Gleichzeitig begeisterte er sich für afrikanische Kunst und setzte sich in den Kopf, «ein Ehrenmal» für sie zu errichten. Doch als seine Frau starb, mussten seine Sammlungen zwangsversteigert werden: Die Objekte afrikanischer Kunst wurden zum Grundstock des Völkerkundemuseums Zürich, die übrigen Sammlungen verschleudert oder in alle Winde zerstreut.
Rudolf Koellas Biografie setzt dem schillernden Galeristen und Kunstsammler, der nach seinem Tod schnell in Vergessenheit geriet, ein würdiges Denkmal. Die vielen Leben des Han Coray, die selbst für seine Nachkommen noch Überraschungen bergen, werden facettenreich beschrieben.

 

«Unmögliches möglich zu machen, reizte mich. Das Aussergewöhnliche war mir immer das Gewöhnliche.» Han Coray

Autoren & Herausgeber

Rudolf Koella

 (*1942), seit 1991 freiberufliche Tätigkeit als Publizist, Ausstellungsorganisator und Kunstberater. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich. 1973–1990 Konservator des Kunstmuseum Winterthur. Vizepräsident der Stiftung Langmatt in Baden und bis Ende 2002 Kommissionspräsident des Museo Cantonale d’Arte in Lugano.

Echo

«Das grosszügig illustrierte Buch, ein Stück schweizerischer Kulturgeschichte, liest sich wie ein spannend geschriebener Abenteuerroman aus der Welt der bildenden Künste und der Lebenskunst.» Walter Labhart, St. Galler Tagblatt

 

«Rudolf Koella versteht es, die schillernde Persönlichkeit lebendig werden zu lassen, deren Ausstrahlung offenbar manche Zeitgenossen erlagen. Interesse verdient das Buch nicht nur wegen Coray selber: Es beschlägt viele und ganz unterschiedliche Bereiche des geistig-kulturellen Lebens der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und es ist gespickt mit Anekdoten, mit denen Han Coray auch selber seiner eigenen Biografie Farbe gab.» Niklaus Oberholzer, Neue Luzerner Zeitung

 

«Vielseitig begabt, rastlos tätig: Reformpädagoge, Sammler, Mäzen, Hotelier – dies alles und noch viel mehr war Han Coray im Verlaufe eines langes Lebens. Kenntnisreich vollzieht es Rudolf Koella nach, spannend als Einzelschicksal wie als ein Kapitel schweizerischer Kulturgeschichte.» Martin Kraft, Der Landbote